Frühzeitige Sensibilisierung für Gefahren von Suchtmitteln

Quelle: Caritasverband für den Landkreis Emsland (2018)

 

 

Sucht hat viele Gesichter – Prävention auch: Das Schulzentrum Hasetal in Herzlake und die Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes Emsland schlossen einen Kooperationsvertrag ab, um künftig gemeinsam neue Wege in der Prävention zu gehen. Das Konzept steht für eine nachhaltige und jahrgangsübergreifende Präventionsarbeit. Ziel ist es „ Jugendliche frühzeitig zu sensibilisieren und stark zu machen für ein selbstbewusstes „HaLT“ gegenüber verschiedenen Suchtstoffen“, so Marion Feldmann, Leiterin der Fachambulanz. HaLT steht für „Hart am Limit“ und ist ein breit angelegtes und evaluiertes Frühinterventionsprogramm im Alkoholbereich. „Das neue Präventionsprogramm am Schulzentrum Hasetal ergänzt den bestehenden Lehrplan und begleitet die Schüler*innen, als auch Eltern und Lehrkräfte innerhalb der gesamten Schullaufbahn“ so Françoise Economides-Fincke, Schulleiterin des Schulzentrums Hasetal.

In den fünften Klassen werden die Eltern über die verschiedenen Angebote informiert. Des Weiteren erhalten Sie Informationen zu Gesprächsangeboten der Fachambulanz, die Sie jederzeit in Anspruch nehmen können.

Im siebten Jahrgang wird ein Beratungsparcour durchgeführt. Die Schüler*innen setzen sich mit ihrem eigenem Konsum bzw. Verhalten auseinander. Angestrebt wird eine kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Suchtstoffen, die zu einem achtsamen Umgang mit dem eigenen Ich einladen soll. Die Gestaltung und Gespräche des Parcours erfolgt über Schüler*innen des Jahrgangs zehn, die eine spezielle Schulung erhalten haben. Zum Ende des siebten Jahrgangs wird ein Elternabend zum Thema „Risikohafter Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen“ angeboten. Ebenso wird die Präventionseinheit „Tom und Lisa“ vorgestellt, deren Umsetzung in Jahrgang Acht erfolgt.

„Tom & Lisa feiern ihren Geburtstag“ – dieser rote Faden zieht sich durch den Workshop zur Alkoholprävention. Dieser zeichnet sich durch einen hohen Grad an Interaktivität aus und regt eine sachliche und kritische Reflexion der Jugendlichen untereinander an. Die Inhalte und Methoden orientieren sich an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen. Des Weiteren findet in Jahrgang Acht eine Präventionseinheit zum Thema „Cannabis“ statt. Eine Aufklärung über Wirkweisen und Risiken erfolgt hier. Ebenso werden die rechtlichen Aspekte angesprochen.

Innerhalb des neunten Jahrgangs findet ein Angebot zum Thema Glücksspiel statt. Glücksspiele sind on- und offline weit verbreitet und bergen ein hohes Suchtpotential. Die Schüler*innen lernen verschiedene Spielarten kennen, Gefahren werden aufgezeigt und ein kritischer Umgang wird angeregt.

Im zehnten Jahrgang erfolgt eine Ausbildung von Peers. Peer Education heißt: Jugendliche werden speziell geschult (Peers genannt), um eine bestimmte Gruppe (siehe Jhg. 7) hinsichtlich einer Thematik zu sensibilisieren. Die Peers werden unter anderem in den Bereichen Alkohol, Drogen, Jugendschutzgesetz, Grenzen setzen/ Ich-Stärke geschult. Da die Inhalte von „Gleichaltrigen“ weitergegeben werden, ist der Lernerfolg höher – eine stärkere Orientierung an die eigene Lebenswelt ist gegeben. Die ausgebildeten Peers erhalten ein Zertifikat.

Unterstützt wird das Projekt von dem Förderverein der Schule, als auch von der Firma Brüggen. Frau Stefanie Winkler (Vorsitzende des Förderkreises), als auch Jens Ficker, (Geschäftsführer der Firma Brüggen) sind sich einig: „Wir unterstützen dieses neue Suchtpräventionskonzept gerne. Das Erlernen eines verantwortungsbewussten Umganges mit Suchtmitteln ist im jugendlichen Alter besonders wichtig. Hier werden wichtige Grundlagen gelegt, die für eine gesunde Entwicklung von hoher Bedeutung sind.“

 

Gefahren von Suchtmitteln

Auf dem Foto von links nach rechts:
Andreas Vorholt (Betriebsrat Firma Brüggen), Jens Ficker (Geschäftsführer Firma Brüggen), Friederike Lindgen (Projektbeauftragte HaLT Fachambulanz), Marion Feldmann (Leitung Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation, Caritas Emsland), Françoise Economides-Fincke (Schulleitung Schulzentrum Hasetal Herzlake), Stefanie Winkler (Vorsitzende Förderverein Schulzentrum Hasetal, Herzlake)

 

 




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